Reisebericht März / April 2012

Mit unserer Gesundheitsstation sind wir gut voran gekommen.

Der Bau ist soweit ziemlich fertig, die Möbel sind fast komplett, so dass wir die Mitarbeiter des Gesundheitsministeriums zur Endabnahme empfangen konnten.

mtangani_2012

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Die Leiterin der Abteilung kam mit sechs Mitarbeitern und nahm unser Projekt genauestens unter die Lupe. Man war uns wohlgesonnen und wir merkten schnell, dass sie wirklich an unserem Projekt interessiert sind. So erhielten wir nur wenige Auflagen, die bis zur Eröffnung noch erfüllt werden müssen. Ein Fenster muss versetzt, einige Wände mit zusätzlichen Lüftungsschlitzen versehen und die Außenanlagen (Bepflanzung, Wege) instand gesetzt werden.
Leider hatte man uns darauf nicht schon vorher hingewiesen, dann hätten wir uns den doppelten Aufwand sparen können.

Des weiteren erhielten wir eine lange Liste mit den noch benötigten medizinischen Gerätschaften.

Ein wesentliches und zeitaufwändiges Problem stellte die Registrierung beim Social Service (Sozialamt) dar. Viele Wege, häufiges Warten auf zuständige Mitarbeiter, immer wieder neue Anforderungen kosten wertvolle Zeit. Letztendlich hielten wir das begehrte Zertifikat in den Händen. Damit ist unser Projekt offiziell registriert und auch berechtigt, örtliche Hilfen in Anspruch zu nehmen.

Als nicht zu unterschätzendes Problem stellte sich wieder der Kleinkrieg einiger Dorfbewohner heraus, die noch immer nicht begriffen haben, dass wir uns von Korruption fern halten. So mussten wir uns auch dieses Mal wieder gegen einige unnötige Angriffe zur Wehr setzen. Auch diese Kämpfe haben uns einige Tage unserer wertvollen Zeit gekostet. Neu war für uns die Erkenntnis, dass es nicht nur die afrikanischen Dorfbewohner sind, sondern auch unsere europäischen Mitmenschen, die sich unter dem Deckmäntelchen großherziger Hilfsbereitschaft mit Spendengeldern ein sonniges Leben am indischen Ozean finanzieren.
Aber, und hier wiederhole ich mich gerne, unsere Spendengelder fließen in unser Projekt und nicht in die offenen Hände einzelner.
Es ist schwer, diese Umstände wirklich nachvollziehbar darzustellen.

Wir werden nun die Abschlussarbeiten selbst finanzieren und hoffen dabei natürlich wieder sehr auf Eure Unterstützung.

Sehr viel Freude haben uns unsere Patenkinder gemacht.

Lucy haben wir in ihrer Schule in Magarini besucht. Ihre Lehrer sind sehr stolz auf ihre Leistungen und sie fühlt sich dort sichtlich wohl.

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Für ihre kleine Schwester Christin haben wir ebenfalls Paten gefunden, die dafür sorgen werden, dass auch sie ab Januar auf die Oberschule gehen kann. Dafür sind wir besonders dankbar.

Melina geht in die Vorschule und hat schon sehr gut Englisch gelernt. Sie ist mit Feuereifer dabei und wieder Klassenbeste geworden.

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Nur unser Jimmy brauchte wieder eine klare Ansage, weil er immer wieder den Verlockungen der Jugend erliegt. Zwischenzeitlich hat er sich wieder gut gefangen und wird Ende des Jahres die Schule wohl mit einem guten Abschluss beenden.

Die Patenkinder der MDH in Kokotoni konnte ich dieses Mal aus zeit- und organisatorischen Gründen leider nicht besuchen. Aber im nächsten Jahr bin ich ganz sicher auch dort wieder vor Ort und überbringe die Hilfsgüter der hiesigen Paten.
Auch für einen Besuch in Ramada fehlte in diesem Jahr leider die Zeit.

Mathias, unser Mitarbeiter vor Ort, hat uns mit einer besonderen Überraschung erwartet: Seine Frau Esther war wieder schwanger und hat es so „eingerichtet“, dass wir bei der Geburt der kleinen Marly dabei sein konnten.

Ein wunderbares Erlebnis, so einen kleinen Menschen in Empfang zu nehmen.

Die kleine Marly hatte eine Woche nach der Geburt eine schwere Infektion und musste eine Woche im Tawfiq-Hospital behandelt werden. Die von uns privat gesponserte Krankenversicherung hat die Kosten voll übernommen. Aufgrund meiner aus früheren Projekten guten Verbindungen zu den Mitarbeitern des Tawfiq-Hospitals haben sogar ein Einzelzimmer für die Behandlung ermöglicht. In einem staatlichen Krankenhaus wäre das nicht möglich gewesen.

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Natürlich haben sich alle wieder riesig über unseren Besuch und unsere gemeinsamen Unternehmungen gefreut.

Besonders viel Spaß hatten die Kinder wieder auf dem großen Kinderspielplatz. Die größte Attraktion war dort ein neues handbetriebenes kleines Riesenrad. Die armen Jungs, die das antreiben mussten…

 

 

Alles in Allem haben wir wieder gelernt, viel Geduld zu haben, sind aber auch sehr froh über das Erreichte.

Mehr Informationen und viele Fotos präsentieren wir Euch wieder auf unserem Info-Abend im November. Den genauen Termin geben wir Euch zu gegebener Zeit bekannt.

Allen, die unsere Arbeit auch weiterhin unterstützen möchten, noch einmal die Bankdaten der Kenya-Hilfe Berlin/Brandenburg e.V.:

Blz: 160 500 00 (Mittelbrandenburgische Sparkasse)
Kto: 3825004111

Unseren herzlichsten Dank sagen wir all jenen, die unsere Hilfe bisher ermöglicht haben.

Viele herzliche Grüße

Gaby Salim Malumbo und Sabine Kühne

 

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letzte Aktualisierung:
01.04.2019
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