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Aktuell: Dürre und Hunger in Ostafrika

Liebe Afrika-Freundinnen und- Freunde,

in jüngerer Zeit erreichten uns fast täglich Berichte über Dürre und Hunger in Ostafrika, insbesondere Madagaskar, Somalia, Sudan und Kenya.

Viele von Euch haben bei diesen Berichten an unsere Freunde und Mitmenschen in Kenya gedacht und sich mit ihren Fragen an uns gewandt. 

Die Ursachen für den Mangel an Nahrungsmitteln sind vielfältig. Als Folge des weltweiten Klimawandels sind in diesem Jahr entweder beide Regenzeiten fast vollständig ausgeblieben oder der Regen hat sintflutartig alles mitgerissen, was eigentlich in den Kochtopf gehören sollte.

Heuschrecken und andere Schädlinge vernichten immer häufiger die ohnehin mageren Ernten. Besonders in Kenya haben die harten Corona-Maßnahmen der Regierung die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Bevölkerung stark geschwächt.

Über viele Monate konnte ein Großteil der kenyanischen Bevölkerung ihren kleinen Geschäften nicht nachgehen, obwohl die meisten von ihnen mit kleinem Straßenhandel ihre Familien ernähren. Ein rigoroser und lang andauernder Lock-down hat diesen Menschen jegliche Möglichkeiten zum Broterwerb praktisch vollständig entzogen. Geschäfte mussten lange schließen, Lohnersatzleistungen oder eine finanzielle

Grundsicherung hält das kenyanische (Sozial)-System nicht vor. Die Küstenregion leidet zudem auch unter ausbleibendem Tourismus, der früher zumindest Arbeitsplätze in Hotels und Gastronomie gesichert hat.

Insbesondere die Kinder leiden unter massiver Unterernährung. Zumindest eine tägliche Mahlzeit wird in der Regel von den Schulen angeboten. Diese Mindestversorgung fiel für die Kinder durch lange pandemiebedingte Schulschließzeiten aus.

Diese Versorgungslücke können viele Eltern nicht schließen, weil ihnen selbst das Nötigste zum Leben fehlt. Zudem können aus den genannten Gründen viele Eltern das Schulgeld seit der Wiederöffnung der Schulen Anfang dieses Jahres nicht mehr aufbringen.

Betroffene berichten in diversen Reportagen von bisher nie erlebter Not und Hunger. Seit mehr als einem Jahr hat es in vielen Teilen des Landes nicht geregnet, das Vieh ist vielerorts verhungert. Mangels sauberen Trinkwassers breiten sich tödliche Krankheiten weiter aus.

Auch uns erreichten ähnliche Berichte von Freunden und der Familie in Kenya.

Wie im letzten Jahr, haben wir auch in diesem Frühjahr in Masheheni die Landwirtschaft bei der Bestellung der Felder und beim Kauf von Saatgut, Dünger und Schutzmittel unterstützt. Mit dem ausbleibenden Regen blieb jedoch auch die erhoffte Ernte aus.

Daher versuchen wir derzeit, die größte Not in den ländlichen Gebieten in Sabaki/Masheheni zumindest etwas zu lindern.In den letzten Wochen konnten wir mit etwa 250 Euro ca. 100 Familien in Masheheni mit Maismehl, Bohnen und Speiseöl für mehrere Tage versorgen.

Soweit möglich werden wir auch versuchen, die 200 Kinder einer Behindertenschule in dieser Gegend wenigstens zeitweise mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

Wer uns helfen möchte, die Kinder in der Behindertenschule und Familien in Masheheni mit Nahrungsmitteln zu unterstützen, darf sich gern mit einer kleinen gezielten Spende beteiligen.

IBAN: DE52 1605 0000 3825 0041 11, Empfänger: Kenya-Hilfe Berlin/Brandenburg,

Verwendungszweck: Hungerhilfe Masheheni

Herzlichen Dank für Eure Aufmerksamkeit und Eure Unterstützung!

 


 

Der Jahresbericht 2020 ist online.

 

letzte Aktualisierung:
15.11.2021
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